Samstag, 6. Februar 2010

Es wird heller

Endlich ist die "dunkle" Jahreszeit dabei, immer heller und heller zu werden.
Und am Montag war das Wetter så toll, dass ich anstatt wie gewohnt mein Auto anzukurbeln, die Winterstiefel schnürte und hinunter ins Zentrum spazierte.


Gar nicht so schlecht für einen Montagvormittag?

Freitag, 8. Januar 2010

Trainingspause

Irgendein Virus oder Bakterium hat meinen Hals eingenommen.
Schon seit sechs Tagen.
Kombinert mit den niedrigen Temperaturen draussen (minus 15 bis minus 20Grad) ist da zur Zeit einfach kein Laufen drin...
Wie gut dass es Krafttraining gibt.
Und Seilspringen reicht ja auch, um den Kreislauf in Gang zu halten.
Wobei ich mir nicht sicher bin, ob es das ist, was mein Körper gerade braucht.

Aber nach fünf Tagen ohne Training wurde ich gestern einfach zu rastlos.
Knappe 40min mit leichtem Seilspringen zum Aufwärmen und dann eine Krafttrainingseinheit mit Fokus Schultern, Arme, Rücken und Bauch.
Und mein Hals scheint es mir nicht übel genommen zu haben und fühlt sich sogar ein kleines bischen besser an heute.

Und das Wetter?
Strahlender Sonnenschein, schon seit einigen Tagen.
Und der Wetterbericht?
Verspricht mehr Sonnenschein. Und Kälte.
Aber viiiel Sonne.
Ich freue mich schon auf die Zeit, wenn vor den Temperaturen nicht mehr das " - " steht...


Das wär doch was, bei so viel Sonnenschein...?

(Uns geht's ja noch gut, die niedrigste Temperatur heute in anderen Gegenden in Norwegen war unter -45 Grad...)

Montag, 4. Januar 2010

11.Weihnachtstag

Die Weihnachtstage sind überstanden...
Seljord und "Selsvoll", mein kleines Häuschen, in dem ich wohne, am Heiligabend...

Morgenstimmung am 3.Weihnachtstag in Øyfjell, bei einer Freundin. Direkt vom Bett aus mit dem Handy geknipst :)

Obwohl...
Ist Weihnachten wirklich schon vorbei?
Hier in Norwegen bezeichnet man die Weihnachtstage, genau wie in Deutschland, indem man sie nummeriert. Als 1.Weihnachtstag, 2.Weihnachtstag,...
nur wo man in Deutschland mit den Zählen aufhört, ist man in Norwegen noch lange nicht fertig. Hier geht es nämlich weiter.
Und heute, am 4.Januar ist also der 11.Weihnachtstag: "11.dag jul"oder für die, die sich mehr für neunorwegisch interessieren (wie mich): "11.dag jol".
Und das geht noch zwei Tage so, bis zum dreizehnten Weihnachtstag, am Tag der Heiligen Drei Könige, wo dann Weihnachten offiziell vorbei ist.
Oder so.
Ich muss sagen, dass ich nicht besonders auf dem Laufenden bin, was Traditionen angeht, weder in Norwegen oder Deutschland.

Auf dem Laufenden wäre ich eigentlich lieber heute abend, denn eigentlich hatte ich ja eine kleine Lauftour geplant.
Aber irgendetwas hat sich in meinem Hals ausgebreitet seit zwei Tagen.
Und das kratzt und juckt und zwickt.
Nun ja, vielleicht wäre es da gar nicht so dumm, eine kleine Stunde bei unter -10 Grad hier in Seljord herumzujoggen.
Morgenstimmung bei -15 bis -20Grad Kälte... am 30.desember 2009

Seit ich mehr oder weniger regelmässig trainiere, bin ich ja eigentlich kaum erkältet, was ich mir damit (unwissenschaftlich) erkläre, dass es bei mir weder Bakterien noch Viren aushalten, bei all dem Gelaufe und dem Radfahren: die springen nach einer Stunde schliesslich ab und suchen sich einen mehr angenehmen und ruhigen Wohnsitz.
Aber da sich auch mein Stressmagen heute wieder gemeldet habe, lasse ich es mit dem Laufen für heute sein.
Ein Spaziergang mit Binna wird schon noch drin sein, wenn wir es dann beide endlich schaffen, uns aus dem bequemen Sofa in der warmen Stube herauszubewegen.
Erfahrungsgemäss tut uns das aber immer gut und auch gar nicht so schwer.

Bei dem Spaziergang werde ich dann wohl auch meinen Kreislauf etwas ankurbeln, denn bei den Steigungen hier in Seljord lässt sich das gar nicht vermeiden.
Und gut ist es, denn nach meinen 50min Krafttraining von gestern brauchen viele meiner Muskeln etwas Hilfe, um sich wieder zu lockern...

Ein wohlverdienter Ruhetag am 11.Weihnachtstag...

Samstag, 2. Januar 2010

Achtung Elch!


Die meisten Touristen, die nach Norwegen kommen, möchten ja gerne auch mal einen Elch sehen. Mir ging es ja genauso bei meinem ersten Aufenthalt in Norwegen 1997, auch wenn ich damals kein Tourist war, sondern Praktikant.
Früh morgens um 5Uhr sind wir losgezogen, ein paar Tage, bevor ich wieder nach Deutschland fahren sollte.
Damit ich auch mal einen Elch gesehen hatte.
Das klappte dann auch tadellos, nach nur einer halben Stunde Rundfahrt mit dem Auto, bekamen wir eine Elchkuh mit ihrem Kalb auf einer Moorwiese im Morgendunst zu sehen.
Spannend und faszinierend.
Elche sind wirklich riesig.

Nachdem man dann erst einmal einen Elch zu Gesicht bekommen hat, ist der "Bann" gebrochen, und es laufen einem ständig Elche über den Weg.
Meistens dann, wenn man nicht damit rechnet.
Einmal, als ich gedankenverloren mit Binna spazierenging, stiessen wir auf einen Elch, der in einem kleine Teich stand und weidete.
Da sich dort normalerweise nur Enten und Bieber herumtrieben, erschreckten Binna und ich ganz schon, denn der Elch war auch sehr still und gedankenverloren, genau wie wir.
Als er uns erblickte, bekam er aber schon Angst und versuchte, aus dem Teich herauszuklettern.
Was nicht ganz einfach war, da die Kanten ziemlich glatt waren.
Daher brauchte er einige Zeit. Wir waren gerade mal 10m von ihm entfernt, und das war schon sehr beeindruckend.
Auch die meisten Norweger, die ja mit den Elchen aufgewachsen sind, finden es immer wieder faszinierend, diesen Tieren zu begegnen.
Was nicht so faszinierend ist, wenn einem Elche auf der Strasse begegnen.
Auch wenn die Achtung Elch!-Schilder immer wieder fotografiert werden, so haben sie wirklich eine Funktion.
Am Samstag konnte ich zum Glück noch bremsen, als nur ein kurzes Stück vor mir ein Elch die Strassse überquerte.
Ich blieb noch ein paar Sekunden stehen, genauso wie das Auto, dass mir entgegenkam. Und siehe da, nach einiger Zeit kam dann auch Elch Nr2 und trabte rasch über die Strasse.
Wir warteten dann noch etwas, und fuhren dann weiter.
Das war am Abend, und ziemlich dunkel, rechts und links war die Strasse von Kiefernwald umgeben, und keine Leitplanken am Strassenrand. Nicht dass sich Elche von Leitplanken aufhalten lassen.
Aber sie suchen sich schon die Stellen an den Strassen, an denen die Leitplanken unterbrochen sind.
Manchmal entscheiden nur einige Sekunden über Glück und Unglück in solchen Situationen.
Und sei es auch noch so spannend mit den Elchen in Norwegen:
die Warnschilder haben ihre Begründung.